Glossar

Adulte Stammzellen
Undifferenzierte Zellen (auch multipotente und unipotente Stammzellen), die im ausdifferenzierten Gewebe des voll entwickelten Organismus gefunden werden können. Diese Zellen können sich erneuern und – mit bestimmten Einschränkungen – weiter entwickeln, sodass aus ihnen alle Zelltypen ihres Ursprungsgewebes entstehen können. Adulte Stammzellen sind beispielsweise in der Haut, im Fettgewebe, im Knochenmark oder im Nabelschnurblut von Neugeborenen vorhanden.

Blutbildende Stammzellen
Zellen, die sich zu ausgereiften Blutzellen entwickeln können.

CD34+ Zellen
CD34 bezeichnet eine Molekülstruktur, die auf der Oberfläche der blutbildenden und somit hämatopoetischen Stammzellen zu finden ist. Dieser Marker macht blutbildende Vorläuferzellen von anderen Vorläuferzellen unterscheidbar. CD ist die Abkürzung für „cluster of differentiation“ (Reifungsgruppe).

Differenzierung
Prozess, bei dem eine undifferenzierte Zelle die Eigenschaften einer spezialisierten Zelle annimmt, beispielsweise einer Gehirn-, Herz- oder Skelettmuskelzelle.

Hämatopoetische Stammzellen
Blutbildende Stammzellen, CD34-positive Zellen

Klonen
Herstellung von Kopien von Molekülen, Zellen oder ganzer Organismen.

Knochenmark-Stammzellen
Multipotente Zellen aus dem Knochenmark, einschließlich hämatopoetischer und mesenchymaler Stammzellen.

Mesenchymale Stammzellen
Werden auch als stromale Knochenmarkstammzellen bezeichnet. Gemischte Gruppe von Zellen aus dem nicht-blutbildenden Teil des Knochenmarks. Mesenchymalzellen sind in der Lage, sich in verschiedene Zelltypen auszudifferenzieren.

Multipotent
Fähigkeit einer individuellen Stammzelle, sich in eine begrenzte Anzahl unterschiedlicher Zelltypen zu differenzieren. Adulte Stammzellen sind grundsätzlich multipotent.

Nabelschnur-Stammzelle
In den Blutgefäßen der Nabelschnur sind während und kurz nach der Entbindung besondere Stammzellen zu finden. Sie sind an dieser Stelle vorhanden, weil sie von der Leber, wo die Blutbildung während des vorgeburtlichen Lebens stattfindet, zum Knochenmark wandern, wo nach der Geburt Blut gebildet wird. Nabelschnur-Stammzellen ähneln Stammzellen des Knochenmarks. Deshalb eignen sie sich beispielsweise zur Behandlung von Leukämie und anderen Blutkrankheiten.

Plastizität
Fähigkeit von Stammzellen eines bestimmten Gewebetyps, sich in Zellen eines anderen Gewebetyps umzuwandeln.

Pluripotent
Fähigkeit einer individuellen Stammzelle, sich in eine Vielzahl anderer Zelltypen umzuwandeln. So sind beispielsweise embryonale Stammzellen pluripotent.

Regenerative Medizin
Behandlungsform, bei der Stammzellen dazu angeregt werden, sich in bestimmte Zelltypen zu entwickeln um geschädigte Zellpopulationen zu reparieren.

Stammzellen
Zellen mit der Fähigkeit, sich (unbestimmt) häufig zu teilen und zu verschiedenen spezialisierten Zellen zu entwickeln.

Tissue Engineering
Englisch für „Gewebekonstruktion“. Tissue Engineering bezeichnet die Herstellung von Gewebeersatz aus körpereigenen Zellen. Für die Gewebebildung können Stammzellen oder ausdifferenziertere Zellen eingesetzt werden, um außerhalb des Körpers Gewebe zu züchten (wie z.B. Haut oder Knorpel), die dem Patienten anschließend “passgenau” transplantiert werden können.

Totipotent
Eigenschaft von Zellen, aus denen sich ein kompletter Organismus entwickeln kann. Die befruchtete Eizelle und die ersten vier daraus entstehenden Zellen sind totipotent.

Unipotent
Eigenschaft von Stammzellen im ausgereiften Organismus, die sich nur entlang einer Abstammungslinie differenzieren können.

Zell-basierte Therapie
Therapeutischer Einsatz regenerativer Medizin.

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